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Fall Brigitte Heinisch

Brigitte im Solikreis

 

Brigitte Heinisch war Altenpflegerin bei Vivantes, im Forum für Senioren. Sie hat ihren Beruf sehr ernst genommen und wollte eine dem Menschen zugewandte Pflege leisten. Das sieht die Geschäftsführung von Vivantes, die ihre Standorte als Profitcenter bezeichnet hat, anders. Und dieser Profit wird auf Kosten von den KollegInnen und den Patienten gemacht.
Brigitte gehört zu den Menschen, die den Mund aufmachen, wenn sie Missstände feststellt. Die Arbeitsbedingungen waren und sind so unglaublich, dass sogar der MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) die Zustände kritisierte.
Durch die Arbeitsbelastung und Druck der Heimleitung wurde Brigitte zeitweise ernsthaft krank. Auf etliche Überlastungsanzeigen durch Brigitte und ihre Kolleginnen gab es keine spürbare Änderung. Es reichte. Sie erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Vivantes wegen Betrug und Nötigung.
Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren mit einem Vierzeiler ein. Zeitgleich erhielt Brigitte ihre krankheitsbedingte Kündigung. Ihre fristlose Kündigung folgte kurz nach der Gründung eines Solikreises, der ihren Kampf unterstützen will. Eine weitere fristlose Kündigung folgte, als während ihres Kuraufenthalts im ND ein Artikel über sie erschien (Kündigungsgrund Berufsethos?). Das sind eindeutig politisch motivierte Kündigungen, die die KollegInnen einschüchtern sollen.

Aber ließ sich nicht einschüchtern. Wir genauso wenig.
Inzwischen sind unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit mehrere Kündigungsschutz- prozesse durchgeführt worden. Mehr darüber unter der Schaltfläche AKTUELLES.

Wir protestieren gegen diese undemokratischen Methoden der Vivantes-Geschäftsführung, engagierten KollegInnen einen Maulkorb zu verpassen.
Wir fordern: Politische Meinungsfreiheit im Betrieb auf antifaschistischer Grundlage
Wir fordern: Die sofortige Rücknahme der Kündigungen und Wiedereinstellung von Brigitte.

Es geht aber nicht nur um Brigitte. Es geht um das ganze Gesundheitswesen. Wer für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung kämpft, muss das auf Kosten der Profite tun. Deshalb fordern wir:
Menschenwürdige Gesundheitsversorgung in Berlin und anderswo!