Was ist ein Solidaritätskreis?
Solidarität bedeutet
zusammenhalten, für einander eintreten,
selbstlose Unterstützung entweder für
eine größere Sache wie z. B. den
Erhalt von Arbeitsplätzen oder gegen Umweltskandale,
etc. Es kann auch bedeuten einzelne Personen
zu unterstützen, die in Betrieben gegen
Missstände angehen, sich den Mund nicht
verbieten lassen und mit Repression, sprich
Kündigungen, bedroht und bestraft werden.
Die Gewerkschaften unterstützen GewerkschaftskollegInnen
individuell bei Kündigungsschutzklagen,
lassen aber den Aspekt der Gemeinsamkeit von
Gekündigten, ArbeitskollegInnen und Öffentlichkeit
außen vor. Genau da setzt der Solidaritätskreis
an. Natürlich ist entscheidend, ob der/die
Betroffene es auch wollen. Das entscheidende
und bestimmende Element eines Solidaritätskreises
ist die Zusammen -arbeit aller Interessierten
über Partei- und Gewerkschaftszugehörigkeit,
sowie religiöser Überzeugung hinweg.
Es ist auch wichtig, den antifaschistischen
Charakter des Solidaritätskreises zu betonen
und in die Prinzipien mit aufzunehmen. Es ist
nämlich auffällig, dass die faschistischen
Gruppen sich seit geraumer Zeit in solche Bewegungen
einschleichen, s. Hartz IV, um sich bei den
Menschen anzubiedern. Die Gemeinsamkeit besteht
auf den verabschiedeten Grundsätzen. Solidaritätskreise
sind grundsätzlich politisch unabhängig.
Diese Solidaritätskreise sind eine
neue Erscheinung in der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung
und haben gezeigt, gerade bei politischen Kündigungen,
dass die Betroffenen nicht allein sind und in
allen Lebensbereichen unterstützt werden.
Durch dieses solidarische Handeln wurden in
den letzten Jahren alle politisch gekündigten
KollegenInnen wieder eingestellt.
Wichtige Grundlagen
des Solidaritätskreises sind folgende:
1) Welches Problem existiert
und was soll erreicht werden
2) Gibt es
einen Anwalt oder muss einer besorgt werden
3) Prinzipien des Solikreises festlegen und
demokratisch abstimmen lassen. Das drückt
das gemeinsame Handeln aus.
4) Eine Koordinierungsgruppe
wählen, die nur die Beschlüsse des
Solikreises umsetzen darf und zwischen den Solikreisversammlungen
die Aktivitäten koordiniert.
5) Zwei
Kassierer/innen sind zu wählen, die die
Kasse führen, die Spenden verwalten und
Rechnungen für Flugblätter und anderes
bezahlen. Sie sind dem Solikreis gegenüber
rechenschaftspflichtig. Der Solikreis ist immer
finanziell unabhängig.
6) Eine/n Kassenprüferin
wählen, die die Kassenführung regelmäßig
überprüft. Kassenprüfer dürfen
nicht in die Koordinierungsgruppe gewählt
werden, damit seine/ihre Unabhängigkeit
gewählt bleibt und keine Interessen-
konflikte entstehen.
7) Öffentlichkeitarbeit
auf allen Ebenen organisieren:
Flugblätter,
Presseerklärungen, Interviews, Demonstrationen,
etc. Alle Aktionen und Veröffentlichungen
werden auf den Solikreistreffen demokratisch
abgestimmt.
8) Das Internet nutzen und eine
Homepage erstellen.
Wir empfehlen allen anderen
eine aktive Nachahmung. Es lohnt sich immer,
gemeinsam zu kämpfen.
